Spiegelt sich die Internationalisierungsstrategie in der Studienmotivation?
Sprachenkompetenz und konkret Mehrsprachigkeit ist ein Bildungsziel, das in der Politik auf nationaler und europäischer Ebene sowie im Wirtschaftsleben eine hohe Priorität hat.
Funktionale Sprachenkenntnisse sind Voraussetzung für erfolgreiche Forschungs- und Arbeitsaufenthalte im Ausland. Demgegenüber lässt sich beobachten, dass sowohl an den Schulen als auch an den Universitäten die Bereitschaft, mehrere Sprachen auf höherem Niveau zu lernen, stagniert. Es ist wahrscheinlich, dass in naher Zukunft trotz steigenden Bedarfs immer weniger Universitätsabsolventen mit funktionalen Sprachkenntnissen in anderen Sprachen neben Englisch in das Arbeitsleben einsteigen.
Für die Weiterentwicklung von attraktiven Sprachlernangeboten für Wirtschaftsstudierende sowie für die Gestaltung von zielgruppenadäquater Studienberatung ist es notwendig, das Spektrum der Motive und die Einstellungen für die Sprachenwahl zu erfassen.
In einer umfassenden Umfrage werden die Motive für die Sprachenwahl, die Einstellung zu verschiedenen Sprachen und zu Mehrsprachigkeit erfasst. Befragt werden Wirtschaftsstudierende an den Universitäten Jyväskylä, Kuopio und Oulu, an der Technischen Universität Lappeenranta sowie an den Wirtschaftsuniversitäten Turku und Helsinki.
Die Untersuchung "Sprachenwahl im Wirtschaftsstudium" steht damit komplementär zu der Untersuchung zum Sprachenbedarf im Wirtschaftleben ("Kauppatieteiden maisterien työelämän kielitaitotarpeet – kohtaavatko koulutus ja käytäntö?") und ist die erste breit angelegte Untersuchung in diesem Bereich.
Zeitplan
| 12/2008-03/2009 |
Fragebogenentwicklung |
| 04/2009 |
Durchführung der Umfrage |
| 05-06/2009 |
Auswertung der Ergebnisse |
| 08/2009 - 12/2010 |
Publikation der Ergebnisse |
Joachim Schlabach (Wirtschaftsuniversität Turku) &
Sabine Grasz (Universität Oulu)